© Symbolbild / Stadtmarketing Leverkusen
Vortrag „Stadtentwicklung in der Moderne – das Beispiel Köln“
Die Großstadt Köln erlebte im 20. Jahrhundert eine Reihe einschneidender Metamorphosen. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs verlor die Metropole am Rhein ihren Festungsstatus, der die Anlage großzügiger Umgehungsstraßen und Grünzüge ermöglichte. Gleichzeitig wurde die Stadt als Industriestandort immer wichtiger. Mit der Messe auf der rechten Rheinseite wurde die Stadt ein Schaufenster der Moderne. Die massiven Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zwangen zu einer Reorganisation des Stadtraums im Rahmen des Wiederaufbaus. Die „Dynamik der 50er Jahre“ brach sich nicht nur in nahezu ikonischen Neubauten wie Oper und Schauspielhaus bahn, sondern auch in der Anlage einer großzügigen verkehrlichen Infrastruktur, die verbunden war mit dem Wunschbild der „autogerechten Stadt“. Der Vortrag wird vor allem auf die Planungseuphorie der Nachkriegszeit fokussieren, die spätestens in den 1970er-Jahren durch ökonomische Krisen einen deutlichen Dämpfer erhielt. Am Beispiel von Köln lassen sich zahlreiche Phänomene des Städtebaus der Moderne diskutieren, die auch für das direkt benachbarte Leverkusen nach 1945 eine große Rolle spielten.
Info
Referentin: Prof. Dr. Petra Sophia Zimmermann
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen.
Ein Vortrag der Reihe „Geschichte am Kamin“.
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