Konzerte

Minguet Quartett.stARTfestival

Datum 31.05.2022
Ort Erholungshaus

Mozarts Requiem. Eher ein Werk des Trosts als des Schmerzes. Bekannt, doch eigentlich nur ein Fragment. Umrankt von Mythen. Nach dem Tod Mozarts hat es sein Schüler Franz Xaver Süßmayr vollendet. Mozart hatte ihn auf dem Totenbett instruiert. Peter Lilienthal übersetzt dieses Werk im 19. Jahrhundert, damit es auch in kleineren Hauskonzerten gespielt werden kann. Das Requiem soll in Italien bekannter werden. Rein Instrumental. Die Grenze zwischen Publikum und Bühne verschwimmt. Eine Totenklage ohne Pauken und Trompeten. Dafür noch näher am Rezipienten. Wolfgang Rihm ist einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Er feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Mehr als 400 Werke hat er komponiert. Das Streichquartett Nr. 13 markiert in knapp 20 Minuten Länge den Bruch zwischen Original und Bearbeitung in Mozarts Requiem. Rihm möchte, dass seine Werke für sich stehen. Ohne Erklärung. Ohne Deutung. Komponiert aus der Tradition und der Entwicklung der Musik hinein in die Gegenwart. Selbstbewusst und frei von ästhetischen Dogmen. Denn jede Zeit hat ihre Musiken.

Ulrich Isfort: 1. Violine, Annette Reisinger: 2. Violine, Aida-Carmen Soanea: Viola, Matthias Diener: Violoncello
Wolfgang Amadeus Mozart/Peter Lichtenthal: Requiem KV 626, Wolfgang Rihm: 13. Streichquartett

Foto: © Frank Rossbach

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