Helen Brecht. Liegenschaften. © Claus Daniel Hermann
10. Mai – 6. September 2026 Noch 55 Tage

Helen Brecht. Liegenschaften.

Heute geschlossen

KHM-Förderpreis FLINTA* 2026 im Bereich Kunst

»Meine Arbeit lässt sich keinem Genre zuordnen, ist vielleicht Literatur, vielleicht bildende Kunst, vielleicht Performance, vielleicht Wissenschaft. Vielleicht ist das „vielleicht“– der Schwebezustand – das, was meine Arbeit fasst.« ⸺Helen Brecht

Helen Brecht (*1987, lebt und arbeitet in Köln) ist die Preisträgerin des KHM-Förderpreises für Künstlerinnen (FLINTA*) 2026. Im Zentrum ihrer textbasierenden Arbeiten stehen queer-feministische Fragestellungen sowie die Untersuchung von Verletzlichkeit als gesellschaftliche wie individuelle Kategorie. Text versteht Helen Brecht als Material mit performativer Qualität. Ihr Interesse gilt der Interaktionsfähigkeit von Texten: ihr In-Beziehung-treten zu Raum, Material, Zeit und Körper. In ihren Textgrafiken, Installationen sowie Hör- und Sprechstücken verbindet und verdichtet sie wissenschaftliche Recherche, Theorie und Poetik zu „Nestern der Fragilität“.

Die Präsentation im Museum Morsbroich umfasst mehrere Werkkomplexe der Künstlerin aus den letzten drei Jahren, darunter die recherchebasierte Textinstallation Archives & Butterflies (2025), die auf Texten von Frauen mit und ohne Demenz basierende Audio-Videoinstallation Heute machen wir die Augen zu und sehen noch genau so viel (2023) sowie die in Kollaboration mit Tanja Kodlin entstandene installative Arbeit Stilllegung eines Öltanks (2022).

Helen Brecht studierte Angewandte Theaterwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen und anschließend Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), das sie 2025 erfolgreich mit einem Diplom abschloss. Aktuell promoviert sie am Institut für Theaterwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum.

Der mit 1.000 Euro dotierte KHM-Förderpreis für Künstlerinnen (FLINTA*) wird seit 2020 in Kooperation zwischen der Gleichstellung der KHM und dem Museum Morsbroich vergeben. Ziel des Förderpreises ist es, Nachwuchskünstler*innen auf der Schwelle zum freien Markt zu unterstützen, zu vernetzen und einem breiten Publikum vorzustellen.

Öffnungszeiten

Dienstag – Sonntag
11:00 – 17:00 Uhr

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